Die Beinachsen des Menschen oder warum nicht alle Menschen mit auswärts orientierten Füssen gehen können

Klein-Vogelbach

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Zwischen den beiden Extremen “Brügger” und Rolf liegt eine meiner Ansicht nach differenziertere Ansicht von S. Klein-Vogelbach (SKV), welche in ihren beiden Büchern zur Funktionellen Bewegungslehre – FBL/Functional Kinetics detailliert beschrieben wurde.

Im Gegensatz zu den beiden anderen Sichtweisen spricht SKV von einer Funktionellen Fusslängsachse, die in die Vorwärtsrichtung nach vorne eingestellt werden soll. Diese FFLA entsteht erst bei der Abrollbewegung des Fusses beim Gehen aus der Summe einzelner sich widerlagernder Bewegungskomponenten.

Der Winkel von 11° zur anatomischen Fusslängsachse ergibt sich aus der Berücksichtigung der Relation der durchschnittlichen ossären Torsionswinkel des Femurs und der Tibia. Damit ist SKV die einzige die diese Winkel des Beinskelettes in Ihre Betrachtungen mit einbezieht, was im Prinzip auch logisch ist, da die Orientierung des Fusses direkt davon abhängt. Im Gegensatz zu anderen spricht SKV auch nicht von der “Aussenrotationsstellung der Füsse”, sondern von der Divergenz oder Konvergenz der Fusslängsachsen. Auch das ist logisch, da die Orientierung der Fusslängsachsen in der Transversalebene entweder von der Stellung des Femurs im Hüftgelenk oder der Stellung der Tibia im Kniegelenk abhängt. Nur in diesen Gelenke kann eine Aussenrotationsstellung stattfinden, nicht jedoch im OSG!

2 Antworten auf „Die Beinachsen des Menschen oder warum nicht alle Menschen mit auswärts orientierten Füssen gehen können“

  1. Ja , da ist sie wieder die Frage: was bedingt was? Die Muskeln die Knochen oder die Knochen die Muskeln? Was beeinflusst was und was ist die beste Art was zu beeinflussen! Kann ich über Gelenkeinstellungsverbesserungen die Muskeln beeinflussen oder beeinflusse ich die Muskeln, damit die Gelenkstellung sich verändert? Und was hält besser? Ist es bei allen Patienten gleich? Ist nicht das Maß des Erfolges, dass sich die Kontrollbefunde verbessern??? Also wie weit drehe ich auswärts, so dass sich etwas verbessert? So habe ich das nun bei der Brüggerausbildung verstanden, dass vieles nicht genau bestimmbar ist und erklärbar ist, aber das sie Verbesserung der Kontrollbefunde eine eindeutige Sprache sprechen. Egal ob ossär bedingt oder muskulär veränderbar!

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