Die Beinachsen des Menschen oder warum nicht alle Menschen mit auswärts orientierten Füssen gehen können

Lanz-Wachsmuth

Inhaltsverzeichnis

Die Torsionen des Beinskelettes – Antetorsion des Femur – die Tibiatorsion

Bei Ihren Berechnungen bezieht sich SKV auf die Werte von Lanz-Wachsmuth, welche im Buch “Praktische Anatomie -Band 4 -Bein und Statik” beschrieben wurden.

Im Gegensatz dazu, postuliert sie als Durchschnittwert für die Antetorsion einen Winkel von 12°. Den Tibiawinkel von 23° übernimmt sie.  Als Differenz dieser beiden gegensinnigen Winkel errechnet sich der Winkel der FFLA von 11°, welcher als Sollwert definiert wird (23° TR minus 12° AT = 11°).

Nun finden sich diese ossären Verhältnisse nicht bei jedem Menschen. Wie immer gibt es die verschiedensten Variationen. Abhängig von den Winkelverhältnissen kann die Funktionelle Fusslängsachse dennoch nach vorne zeigen …

 

,vermehrt nach aussen zeigen

… oder vermehrt nach innen zeigen..

Wie wir sehen, gibt es alle Varianten. Es kann auch sein, dass sich Unterschiede zwischen dem rechten und linken Bein finden lassen.

Konklusion

Als logische Schlussfolgerung ergibt sich, dass man immer die individuellen Torsionsverhältnisse beurteilen muss, um zu entscheiden, warum der Fuss in diese oder jene Richtung zeigt.

Ohne eine solche Prüfung macht es keinen Sinn, pauschal eine bestimmte Fusslängsachsenrichtung vorzugeben, wie “die Füssen müssen nach vorne zeigen” oder die Füsse müssen nach aussen zeigen”.

Solche undifferenzierten Empfehlungen würden sich immer auf das Hüftgelenk auswirken, in welchem die Rotationen der Korrektur aufgefangen werden müssten. So ginge ein Mensch mit einer erhöhten Antetorsion, dem gesagt wir, er solle seine Fusslängsachse divergent einstellen, mit zuviel AR im Hüftgelenk und vice versa.

2 Antworten auf „Die Beinachsen des Menschen oder warum nicht alle Menschen mit auswärts orientierten Füssen gehen können“

  1. Ja , da ist sie wieder die Frage: was bedingt was? Die Muskeln die Knochen oder die Knochen die Muskeln? Was beeinflusst was und was ist die beste Art was zu beeinflussen! Kann ich über Gelenkeinstellungsverbesserungen die Muskeln beeinflussen oder beeinflusse ich die Muskeln, damit die Gelenkstellung sich verändert? Und was hält besser? Ist es bei allen Patienten gleich? Ist nicht das Maß des Erfolges, dass sich die Kontrollbefunde verbessern??? Also wie weit drehe ich auswärts, so dass sich etwas verbessert? So habe ich das nun bei der Brüggerausbildung verstanden, dass vieles nicht genau bestimmbar ist und erklärbar ist, aber das sie Verbesserung der Kontrollbefunde eine eindeutige Sprache sprechen. Egal ob ossär bedingt oder muskulär veränderbar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*sorry - nochmals versuchen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.