Patientenbeispiel Nr. 2: Manifestation des nSB bei Status nach Schenkelhalsfraktur rechts

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Der folgende Fall ist ein interessantes Beispiel einer möglichen  Manifestation des nozizeptiven somatomotorischen Blockierungseffektes – kurz nsB. Wenn man diesen biologischen Schutzmechanismus nicht kennt, wird man zu Fehlinterpretationen verleitet.

Es wird gezeigt, dass das Hink Muster einer Patientin mit einer operativ versorgten, aber noch nicht vollständig durchgebauten Schenkelhalsfraktur des rechten Femurs, noch nicht belastbar ist und die hohen Kräfte, die bis das 4- fache des Körpergewichtes ausmachen können, nicht tolerieren.

Durch eine Modifikation des Bewegungsmusters beim Gehen = Hinken sorgt der nsB für eine bestmögliche Reduktion der Belastung und Beanspruchung der Fraktur. 

Der Vergleich des initialen Bewegungsmusters mit demjenigen, welches 3.5 Monates später aufgezeichnet wurde, zeigt, dass sich dieses normalisiert hat, obwohl sich die reine Kraft der Abduktoren nicht verbessert hat, was als Beweis für die Wirkung des nsB gilt.

Mittels einer Analyse der Muskelfunktion beim Stehen, im Einbeinstand und beim Gehen wird gezeigt, dass die Kraft der rechten Abduktoren definitiv nicht für das Hinken verantwortlich ist und dass auch kein Trendelenburg’sches Hinken stattfindet. 

Markus Friedlin Oktober 2017/Februar 2018

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