Patientenbeispiel Nr. 2: Manifestation des nSB bei Status nach Schenkelhalsfraktur rechts

Zusammenfassung

Zusammenfassung

Die Beanspruchungen des coxalen Femurendes sind bei den erwähnten Aktivitäten des Gehens und Stehens auf einem Bein sehr hoch. Damit diese Kräfte und Spannungen im Femur aufgenommen und abgeleitet werden können, muss eine entsprechende Stabilität der Fraktur vorliegen.

Die Röntgenbilder und die intraoperative Beschreibung des Zustandes der Fraktur zeigen aber, dass die Fraktur zum Zeitpunkt der Gangaufzeichnung nicht stabil war.

Daraus kann abgeleitet werden, dass das betroffene Bein beim Gehen so kurz wie möglich belastet werden muss und der Lastarm gemäss Pauwels verkürzt werden kann. Es ist auch ersichtlich, dass das Hinken vor allem in der ersten Phase der Belastung am deutlichsten ist, da in dieser Phase die höchste Beanspruchung stattfindet.

Noch einmal der Film:

Deswegen vertrete ich die These, dass das beobachtete Hink Muster Ausdruck eines nozizeptiv induzierten “… intuitiven …” Vorganges ist, bei welchem ” … die Entlastung des Traggerüstes, also des insuffizienten coxalen Femurendes …” angestrebt wird und das Bewegungsmuster so modifiziert wird, dass dieses minimal belastet und beansprucht wird.

Diese These wird umso mehr gestützt, als das sich das Bewegungsmuster nach dreieinhalb Monaten deutlich verbessert hat, obwohl die Kraft der Abduktoren aber nicht, dass heisst, die Muskeln sind noch genau gleich schwach.

Deswegen vertrete ich die These, dass das beobachtete Hink Muster Ausdruck eines nozizeptiv induzierten “… intuitiven …”  Vorganges ist, bei welchem ” ... die  Entlastung des Traggerüstes, also des insuffizienten coxalen Femurendes …” angestrebt wird und das Bewegungsmuster so modifiziert wird, dass dieses minimal belastet und beansprucht wird.

Diese These wird umso mehr gestützt, als das sich das Bewegungsmuster nach dreieinhalb Monaten deutlich verbessert hat, obwohl die Kraft der Abduktoren noch genau gleich gross ist!

In der Mathematik würde man sagen:

Q e d

(Quat erat demonstrandum – was zu beweisen war)

Ergänzung Mai 2018

Mittlerweile hat sich die Fraktur noch weiter konsolidiert und stabilisiert, so dass sich das Gangmuster der Patientin wie erwartet weiter normalisiert hat.